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Titelbild Ayurveda & Emotionen: Wenn Gefühle im Körper stecken bleiben

Emotionen sind Bewegung.
Doch manchmal bleibt diese Bewegung stehen –nicht im Kopf, sondern tief im Körper.

Ayurveda beschreibt diesen Zustand als einen Moment, in dem Lebenskraft, Gefühle und Erfahrung nicht mehr frei fließen können.
Und genau dort beginnt der Weg zurück:
über das Spüren, über den Atem, über achtsame kleine Impulse und über die Pflanzen, die unser Inneres erinnern.

In diesem Artikel erfährst Du:

warum Emotionen im Körper steckenbleiben

wie Ayurveda Emotionen erklärt

wie Du Stagnation sanft lösen kannst

welche Pflanzen Deinen emotionalen Fluss unterstützen

und ein kleines Tee-Ritual für Deinen Alltag

Lieber hören statt lesen? Hier findest Du den Ayurveda-Impuls als Podcast:

Emotionen im Licht des Ayurveda

Ayurveda sieht Körper, Geist und Emotionen als ein ganzheitliches System. Der Geist (Manas) nimmt Eindrücke auf, verarbeitet sie – und manchmal hält er sie fest.

Emotionen sind eine Form von Energie.
Wenn sie fließen, erleben wir: Leichtigkeit, Klarheit, Inspiration

Wenn sie stagnieren, spüren wir: Druck im Brustkorb, Enge im Hals, einen flachen Atem, das Gefühl, innerlich „nicht erreichbar“ zu sein

Ayurveda beschreibt diesen Zustand als einen Moment, in dem die innere Flüssigkeit, die Dich nährt und bewegt, nicht mehr frei zirkuliert.

Das ist kein Fehler – es ist ein Signal.
Ein liebevolles Zeichen dafür, dass etwas in Dir gesehen werden möchte.

Emotion als Verdauungsprozess – warum Gefühle hängen bleiben

So wie der Körper Nahrung verdauen muss, braucht der Geist Zeit, um Erlebnisse zu verarbeiten.

Wenn ein Gefühl in einem Moment zu groß oder zu viel war, bleibt es im System –
nicht als Gedanke, sondern als körperliche Erinnerung.

Ayurveda nennt das sinnbildlich emotionale Ama
unverdaute Erfahrung, die nicht weiterfließen konnte.

Das zeigt sich im Alltag oft als: innere Müdigkeit, Gereiztheit, Gefühl von Abtrennung, Schwere im Brustraum, gedämpfte Lebendigkeit

Der Weg zurück beginnt nicht mit Analyse, sondern mit Zuwendung!

Somatische Wege, um Emotionen wieder in Bewegung zu bringen

Der Körper weiß, wie er Spannung wandelt.
Aber nicht durch Druck,
sondern durch Erlaubnis.

Sanfte, somatische Impulse wirken wie kleine Türen:

1. Seufzen & Ausatmen

Ein tiefer, spontaner Ausatem löst innere Spannung und signalisiert Sicherheit.

2. Leises Summen

Vibrationen im Brustraum beruhigen das Nervensystem und lassen Energie wieder schwingen.

3. Zittern & Mikrobewegung

Ein Zittern der Hände, ein Aufrichten der Wirbelsäule – alles darf, nichts muss.

4. Die innere Frage

„Wo zieht es sich zusammen?“
„Was möchte sich dort lösen?“

Das ist die Sprache des Körpers –
und sie wirkt sanfter als jede Technik.

Pflanzen, die Emotionen begleiten

Ayurveda arbeitet seit jeher mit Pflanzen, die nicht nur körperlich wirken, sondern auch emotionalen Fluss unterstützen.

Hier die wichtigsten Begleiter:

  • Brahmi – beruhigt den Geist und bringt Klarheit

  • Ashwagandha – schenkt Halt und innere Stabilität

  • Shatavari – öffnet das Herz und bringt Weichheit

  • Basilikum – hebt die Stimmung, löst innere Schwere

  • Rosenblüten – bringen Sanftheit, Weite und Herzöffnung

Diese Pflanzen sind in diesem Kontext nicht als Heilmittel zu verstehen, sondern Einladungen an das System, sich zu entspannen.

Dein „Heart-Glow-Tee“ für emotionalen Fluss

Tasse "Heart Glow"-Tee mit Blütenblättern

🌸 Zutaten & Mengen (für ca. 50 g Teemischung)

  • 20 g Rosenblüten
    → bringen Weichheit, blumige Tiefe, eine sanfte Herznote

  • 15 g Basilikum (getrocknet)
    → gibt Frische, Leichtigkeit, leichte Wärme, stimmungsaufhellenden Duft

  • 10 g Süßholzwurzel (geschnitten, keine Pulverform!)
    → rundet ab, gibt natürliche Süße, verbindet die Aromen

  • 5 g Kardamomsamen (leicht angedrückt oder grob gebrochen)
    → sorgt für Klarheit, öffnet den Atem, fügt sanfte Würze hinzu

Optional 

  • 2–3 g Melissenblätter → beruhigt, macht weicher

  • 1 g Vanilleschote fein geschnitten → verbindet alles aromatisch

Zubereitung: 1 TL der Mischung mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, bewusst genießen. Das ist Deine Pause für DICH!

Integration – wie Du den emotionalen Fluss bewahrst

Ayurveda sagt: Gesundheit ist nicht ein Zustand, sondern ein Fluss.

Emotionen wollen nicht weg. Sie wollen sich vollenden. Sie wollen sich bewegen. Sie wollen durch Dich hindurch.

Der Weg besteht aus:

Fühlen

Atmen

Spüren

kleinen, somatischen Impulsen

und liebevoller Aufmerksamkeit

Wenn Du magst,
nimm Dir heute einen Moment
und frage Deinen Körper:

„Wo ist es still geworden?“

Und dann atme – das ist genug.

Abschlussgedanke

Wenn Du die Uhr um fünfzehn Jahre zurückdrehen würdest …
und sehen könntest, wo Du heute stehst,
mit all dem,
was Du getragen, erlebt und geschafft hast –

wäre es dann nicht Zeit,
einen Moment stolz auf Dich zu sein?

🧘‍♀️ Lust auf mehr?

  • Diese Folge findest Du auch als Podcast in der Serie
    🎧 Golden Drop – Dein Ayurveda-Impuls
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    Ayurveda beginnt mit dem Zuhören.

Herzlichst, 

Nadja

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